„Fried, Wo Bist So Lang Geblieben“
Musik aus der Zeit der Renaissance und des Barocks für Gesang und Lauten-Instrumente des 15. bis 17. Jahrhunderts.
Sabine Loredo Silva, (Gesang) und Ulf Dressler (Lauteninstrumente) musizieren Lieder, Balladen aus dem deutschsprachigen Raum, aus England, Frankreich und Italien.
Musikalische Eindrücke des 30-jährigen Kriegs
Krieg - ein Wort, das wir lange nur aus Geschichtsbüchern oder aus fernen Ländern kannten. Dieses Wort ist jetzt auch für uns wieder in Europa aktuell geworden. Vor über 400 Jahren tobte in Europa der Dreißigjährige Krieg, in dem es ebenfalls um territoriale Machtkämpfe ging. Dieser war einer der verheerendsten in Europa. Allein in Deutschland fiel ihm ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer. Die Sehnsucht nach Frieden war groß. Aber auch während der Kriegshandlungen war Musik immer ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und wurde durch den Krieg insgesamt nicht wesentlich eingeschränkt. Viele Komponisten erlebten während des Krieges aber oft persönliche Schicksalsschläge, was sich nicht selten auf ihre Kompositionen auswirkte.
Trauer und Freude als Eindrücke schwerer Zeiten
Es entstanden Kriegsklagen, Seufzer, Balladen usw., die Bezug auf das aktuelle Kriegsgeschehen nahmen. Auch im „geistlichen Lied“ wurden die Eindrücke, Geschehnisse, Empfindungen verarbeitet. Aber auch Lieder von Tugend und Frömmigkeit, Frivoles, Heiteres sind in dieser Zeit entstanden. Die Kürbishütte war im 17. Jahrhundert der Musenort eines literarischen Freundeskreises in Königsberg. Diesem Dichterkreis gehörten unter anderem Simon Dach, der Domorganist Heinrich Albert, Georg Werner an, um nur einige zu nennen.
“Wir als Duo für Gesang und Lauteninstrumente wollen den Menschen Hoffnung und Zuversicht in herausfordernden Zeiten signalisieren und präsentieren ihnen in unserem Konzert eine Auswahl von Liedern unterschiedlicher Komponisten dieser Epoche, untermalt mit Texten und Gedichten,” kündigen Sabine Loredo Silva und Ulf Dressler ihr Konzert an.